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Mit dem Zug in den Urlaub: entspannter und billiger

6. August 2013

Jedes Jahr zu Ferienbeginn quält sich eine Blechlawine in den Süden. Kein Spaß für alle Beteiligten. In den Autos ist es heiß oder durch die Klimaanlage halbwegs erträglich, Kinder und Erwachsene werden zappelig und das Umfeld wird mit Lärm und Abgasen belastet. Fast niemand sitzt gerne einen Tag lang im Auto.

Die Alternative mit dem Zug haben wir heuer versucht

Unsere kleine Familie – zwei Erwachsene, ein einjähriges Kind – sind mit dem Zug in die Toskana gefahren, haben uns vor Ort ein Auto gemietet, um so die Fahrt zum Ferienhaus und Städtebesuch zu ermöglichen.

Unser Fazit

Wir würden es wieder machen, und vielleicht sogar auf das Auto ganz verzichten. Warum?

Die Fahrt im Zug von Salzburg nach Bologna hat in unserem Fall auch gute sieben Stunden gedauert. Wir mussten in Innsbruck einmal umsteigen. Wir hatten Plätze in der 1. Klasse reserviert, und sind somit in geräumigen und gut klimatisierten Abteilen sehr stressfrei in Bologna angekommen.

Erste Klasse ist nicht leistbar? Wir haben früh gebucht und sind mit der Sparschiene zu dritt alles inklusive (Ticket, Platzreservierungen) um 220 Euro nach Bologna und retour gefahren.

Das sind knapp 600 km in einer Richtung, wer das amtliche Kilometergeld hin und retour hochrechnet – und das muss man ehrlicher Weise – kommt auf Kosten von 504 Euro. Und da sind noch keine Mautkosten dabei, die ja ebenfalls anfallen.

In Bologna haben wir uns dann für 10 Tage ein Mietauto genommen, um zum Ferienhaus in der Nähe von Florenz zu gelangen, einen Ausflug nach Siena zu organisieren und ein paar Tage am Meer zu verbringen.

Einwände oder Herausforderungen?

Natürlich braucht Urlaub im Zug auch ein anderes „Pack-Management“, denn all das, was im Auto Platz hätte, kann unmöglich mit dem Zug mitgenommen werden. In unserem Fall haben Freunde für uns einen mobilen Kinder-Hochstuhl uns etwas Gepäck  mitgenommen, das waren allerdings hauptsächlich Dinge, die wir auch vor Ort hätten kaufen können. Mit dem Hochstuhl hätten wir etwas erfinderischer sein müssen. Und der Rest: man kommt mit weniger aus! Wir konnten ja waschen und zum Spielen für unsere Kleine gibt es viele Alltagsgegenstände, die ohnehin vor Ort waren. In unserem Fall wiederum viel Spielzeug von FreundInnen, mit denen wir gemeinsam unterwegs waren, aber auch das hätten wir anders lösen können.

Wir werden bald das eigene Auto abschaffen und testen jetzt die unterschiedlichen Wege, ohne eigenes Auto auszukommen. Dieser Urlaub war auch für uns Neuland. Und wie ich finde war er sehr gelungen.

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