Frauen

Führungskraft für Magistratsdirektion in Salzburg gesucht – wo bleibt die aktive Frauenförderung?

22. März 2012

Was nutzen die schönsten Pläne am Papier, wenn sie dann doch nicht zur Anwendung kommen, wenn es darauf ankommt?
Die Magistratsdirektion braucht eine neue Führungskraft, und kein Zeichen nach außen, dass hier auch aktiv eine qualifizierte Frau gewünscht wird.

Im Gegenteil, Ausschreibung und Vorgangsweise hinterlassen den Eindruck, ein bestimmter Kandidat sei schon designiert, man wickle nur mehr Formalia ab. Diese Muster kennen wir zur Genüge. Es wiederspricht auch den aufrechten Beschlüssen des Gemeinderats, insbesondere dem ausdrücklichen Willen, qualifizierte Frauen verstärkt in Führungspositionen zu etablieren.

Zur Erinnerung: Operatives Ziel des geltenden Frauenförderplan für den Magistrat der Landeshauptstadt Salzburg sind alle Maßnahmen, die direkt oder indirekt auf die Frauenquote Einfluss nehmen, … einen 40 Prozent Frauenanteil zu erreichen (Punkt 2).
Punkt 3.1: Eine Unterrepräsentation von Frauen im Sinne des G-GBG liegt vor, wenn der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der dauernd Beschäftigten in der betreffenden Verwendungsgruppe oder an der Gesamtzahl der leitenden Funktionen, welche auf die in der betreffenden Verwendungsgruppe dauernd Beschäftigten entfallen, weniger als 40% beträgt. (…)
Punkt 3.3: Sind Frauen im Sinne von Abschnitt II/Punkt 3.1. unterrepräsentiert, sind weibliche Bewerberinnen, sofern sie für die angestrebte Planstelle nicht geringer geeignet sind als der bestgeeignete männliche Mitbewerber, bevorzugt aufzunehmen.

Ich fordere Bürgermeister Schaden und seine VertreterInnen im Personalmanagement auf, den Frauenförderplan ernst zu nehmen und entsprechend mit Leben zu füllen. Das heißt auch, Frauen in der Ausschreibung aktiv zur Bewerbung für die freiwerdende Stelle in der Magistratsdirektion einzuladen und diese bei gleicher Qualifikation mit männlichen Mitbewerbern zu bevorzugen. Alles andere wäre ein Hohn auf bestehende Regelungen und die Bemühungen, qualifizierte Frauen in Führungspositionen zu bekommen.

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