Frauen

Hymnen und wen sie einschließen oder eben ausschließen

15. Juli 2011

Per Definition ist eine Hymne ein feierlicher Preis- und Lobgesang und soll hohe Begeisterung zum Ausdruck bringen. Der Text orientiert sich an was immer gelobt werden soll.

Das bringt uns zum Kern der Frage:
Besteht Salzburg oder Österreich, weil nur Väter und Söhne tolle Leistungen erbracht haben? Die Antwort ist einfach und wird jedem und jeder schnell klar sein: natürlich nicht.

Besteht Salzburg oder Österreich nur aus Vätern und Söhnen? Auch nicht.

Sollen also nur Väter und Söhne in dem Loblied besungen werden? Im Moment ist das so. In Salzburg kommt die Mutter zwar vor – aber in unmittelbarem Kontext zur „Wiege“. Alles klar?

Soll das Loblied alle, die in Salzburg und Österreich beitragen und beigetragen haben, mit einschließen? Also ALLE? Ja, bitte.

Das gebietet die Gerechtigkeit. Eben weil wir ALLE hier unseren Beitrag leisten.

Ich finde, das ist eigentlich sehr einfach zu verstehen. Also: ändern wir unsere Hymnen, sodass sie alle Menschen mit einschließen. Denn sie soll UNS in unserer Gesamtheit besingen.

Und wenn wir drauf kommen, andere Zeilen passen auch nicht mehr in unserer Zeit, dann nehmen wir doch ebenso Anläufe, das zu verändern. Werte prägen unser Tun. Das soll auch in unseren Hymnen zum Ausdruck kommen.

Und wenn wir das erledigt haben, dann arbeiten wir an vielen anderen Themen weiter, die ohnehin auch parallel sich entwickeln müssen. Und wer glaubt, dass wir uns nur um Hymnentexte kümmern, der/die irrt. Aber eben auch.

Sprache prägt Bewusstsein. Und auf dieser Baustelle gibt es noch weitere Arbeitsfelder. Lasst uns eins nach dem anderen ab arbeiten.

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