Umwelt

Wir waren in München dabei, um für den Atomausstieg zu demonstrieren – mit 50.000 Menschen!!

10. Oktober 2010
Astrid Rössler und Barbara Sieberth vernichten ein AKW in München

Es ist uns nicht egal, dass Atomkraft im Nachbarland weiterhin eine Rolle spielen soll. Und wir alle wollen eines: ABSCHALTEN, ABSCHALTEN, ABSCHALTEN!

Wir starteten um 10.12 mit der Regionalbahn und füllten bereits den ersten Waggon. Bis nach München war der Zug dann voller AktivistInnen, was einen ersten eindruckvollen Demozug zum Königsplatz ergab. Von den Sammelplätzen aus verteilte sich die Demonstration auf die Proteststrecke. Das gabs auf Transparenten zu lesen:

  • Fällt der Bauer von seinem Traktor,  steht in der Nähe ein Reaktor.
  • Ohne Meiler ist es geiler!
  • E.ON blickt in eine ´strahlende` Zukunft.
  • Wenn Deutschland sich abschafft – dann durch Atomkraft
  • Sonnenstrahlen statt Atomstrahlen
  • E.OFF!
  • Vernichten Sie mit uns ein paar AKWs – siehe Foto, das haben wir (im Bild GRÜNE LAbg. Astrid Rössler und ich) gerne getan!

Die 10 km lange Menschenkette – die dann oft keine war, weil wir zu viele (!!) Menschen waren – schlängelte sich um die Zentralen aller, die an der Verlängerung des Atomwahnsinns in Bayern beteiligt sind: E.ON Energie, CSU-Landesleitung, Technische Universität München,  Bayrische Landesbank und Bayrische Staatsministerien. Bei der Abschlusskundgebung am Odeonsplatz sprach u.a.  OÖ Landesrat Rudi Anschober zu den rund 50.000 DemonstrantInnen.

Hier ein Video mit  Eindrücken: Anti-Atom-Demo in München, 9. Oktober 2010

Was wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen müssen (denn so klar war mir das auch nicht immer):
Der Atommeiler Isar 1 ist nur 140 km von Salzburg entfernt.  Er sollte in rund 200 Tagen vom Netz genommen werden, nach den neuesten Plänen der schwarz-gelben Regierung steht die Laufzeitverlängerung von 8 Jahren im Raum!!

Die im Oktober 2010 von der Anti-Atom-Offensive OÖ erstellte Schwachstellenanalyse zum AKW Isar 1 und der entsprechenden Baureihe SWR 69 spricht aber eine andere Sprache und lässt einem die Haare zu Kopf stehen:

Schweißnähte, die Ermüdungsrisse haben. Druckgefäße, die nicht mehr den heutigen Basissicherheitskriterien genügen. Kein Schutz gegen Unfälle wie Flugzeugabstürze.  Die Liste geht noch weiter. Jede Laufzeitverlängerung spielt mit einem Risiko, dass echt nicht mehr zu verantworten ist.

Und dann der Blick in die eigene Richtung: auch die Salzburg AG vertreibt noch Atomstrom…

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