Jugend

Jugendkongress 2010

24. Juni 2010

Seit April sind wir Jugendsprecherinnen in den Stadtteilen unterwegs, das gibt uns eine gute gemeinsame Basis für die Weiterarbeit. Junge Menschen haben mit uns über ihre Bedürfnisse im Bereich Bildung und Freizeit diskutiert. Sie haben Kritik geübt, wie Politik derzeit funktioniert aber auch ihre Ablehnung in Sachen Fremdenfeindlichkeit klar formuliert – auch beim heutigen Jugendkongress.

Der Jugendkongress ist immer so eine Sache, weil viele Interessen untergebracht werden sollen. Zum Einen stehen natürlich die Jugendlichen im Mittelpunkt, mit ihnen wollen wir in Kontakt kommen. Das Ganze soll irgendwie „cool“ sein – und jugendgerecht gestaltet. Und dann wollen wir noch Ergebnisse, die wie nach einer Woche Seminar ausgestaltet sein sollten. Das spießt sich.

Der heurige Jugendkongress hat meiner Meinung nach dann doch recht gut abgeschnitten. Die Mischung bestand aus Diskussion am Podium (Fragen kamen per sms), Workshop zu vier verschiedenen Themen (Partizipation, Bewegung/Mobilität, Umgang miteinander, mein Stadtteil), Unterhaltung (Film & Rap) und auch „Politisches“ (Bgm Schaden, wir drei Jugendsprecherinnen).

Im Ergebnis hatten die Jugendlichen einen kurzweiligen Vormittag, konnten ihre Themen mit uns diskutieren – und wir haben nun 12 Plakatwände voller Ideen und Aufträge!

Aber nicht alles was glänzt ist Gold:

Die FPÖ war zwar bei den ersten Respekt-Treffen dabei, fühlte sich aber bei einer Videodoku unfair behandelt und schied aus unserem gemeinsamen Projekt aus. Das ist schade, denn sie sind bei der ersten Gelegenheit in das „partei-politische Hickhack“ zurück gefallen und haben ihr Interesse vor das der Jugendlichen gestellt. Konflikte sind Teil unseres Lebens, die Frage ist nur, wie man sie löst. So nicht, finde ich – und es legt schön dar, welchen Stellenwert Jugendpolitik bei der FPÖ hat. Soll jede/r selbst bewerten.

Eine andere, den heutigen Jugendkongress betreffende Situation möchte ich auch nicht unterschlagen: Eine Gruppe von Jugendlichen hat sich spontan mit Plakat für den Erhalt des Frauenhauses in Hallein eingesetzt und fand damit bei der Abschlusspräsentation keinen Platz. Das ist schade und hat mich geärgert (leider bin ich auch nicht eingeschritten, das hat mich doppelt geärgert) – somit nochmals danke an diese Gruppe:  ja, aufstehen und Meinung kund tun ist auch Teil von Partizipation und es hat aufgezeigt, dass wir im Umgang damit weiter zu lernen haben.

Alles in allem – die Tour durch die Stadtteile wird weiter gehen, unsere Arbeit, verschiedene Anliegen umzusetzen geht jetzt erst richtig los, der Jugendkongress war ein erfolgreicher Meilenstein am Weg.

Nächste Station: Aktuelle Stunde zum Thema „Jugend in Salzburg“ im Salzburger Gemeinderat, 7. Juli 2010, 9 Uhr. Die Sitzung ist öffentlich – und ich lade alle herzlich ein, teilzunehmen!

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