Jugend

Jugend im öffentlichen Raum

14. Juni 2010

Heute fasse ich zwei Termine zusammen, die wir als Jugendsprecherinnen im Salzburger Gemeinderat im Vorfeld des Jugendkongresses gehabt haben. Was sie eint ist, dass wir in öffentlichen Räumen waren, die von Jugendlichen genutzt werden. Aber höchst unterschiedlich sind:

Lechner Park: dieser Park befindet sich in Schallmoos, einem Viertel mit viel Gewerbe, aber auch Einfamilienhaus Siedlungen und Häuserblöcke mit vielen Wohnungen. Ein recht diverses Viertel. Der Lechnerpark ist eine grüne Insel fast mitten drin.
Die Jugendlichen, die wir dort trafen, haben sich den Lechnerpark zu einem regelmäßigen Ort für Treffpunkte ausgesucht. Zum Teil, weil sie in der Nähe wohnen, zum Teil, weil sie in die gleiche Schule gehen und sich als FreundInnen hier treffen.
Was mir bei diesem Termin hängen geblieben ist – ist wie wichtig gemütliche Räume zum „treffen und abhängen“ sind. Im Lechnerpark fehlen eigentlich noch ein paar Sitzgelegenheiten. Und eventuell einen überdachten Ort, an dem man auch bei Regen unter kommt? Auch das öffentliche Klo dort ist meist versperrt oder grauslich – auch hier gibt’s Anregungen zur Verbesserung, die wir gerne mitnehmen.

Zum öffentlichen Klo verkommt oft ein andere Raum nicht weit von dem Park – die Radgarage am Bahnhof. Die ist nämlich ein beliebter Treffpunkt von jungen Menschen aus Elisabeth Vorstadt, denn dort ist es trocken, im Winter wärmer – im Sommer kühler wie draussen. Richtig schön ist es dort nicht, und es finden sich dort auch Menschen in schwierigen Verhältnissen: obdachlos, oft auch akohol- und drogenkrank. Aber es ist ein Ort, an dem niemand konsumieren muss, wo man von keinen Erwachsenen beobachtet wird und eben auch in der Gruppe rumhängen kann. Nun kommt es aber zu Konflikten: Menschen, die ihr Rad abstellen wollen fürchten sich vor der Jugendgruppe. Anzeigen bewegen die Polizei dazu, die Jugendlichen aus der Garage zu vertreiben und ihnen gelegendlich auch einen Ordnungstrafe zu verpassen.

Was nehme ich mir mit? Eigentlich sind sich viele einig: Wir brauchen imViertel Elisabeth Vorstadt einen Jugendraum, denn der Ort ist mit den Einkaufszentren und dem Mobilitätsangelpunkt Bahnhof für junge Menschen sehr attraktiv. Welche Räume das sein könnten und wie diese dann betrieben & genutzt werden braucht jetzt die Mitwirkung aller Beteiligten: den Jugendlichen selbst, die Unterstützung der JugendarbeiterInnen aus der Gegend und die Politik.

Nächste Station: DER JUGENDKONGRESS am 24. Juni 2010 am Movida Festgelände im Volksgarten. Anmeldung ist unbedingt erforderlich, siehe www.salzblog.at

    Hinterlasse eine Nachricht