Frauen

EQUAL PAY DAY 2010

13. April 2010

ROTE KARTE gegen ungleiche Einkommen von Frauen und Männern.

Wir drehen uns im Bereich der Einkommen von Männern und Frauen im Kreis – die Einkommensschere ist in den letzten Jahren sogar weiter aufgegangen und liegt laut Equal-Pay-Studie der EU bei bis zu 25 Prozent. Dies bedeutet, dass Frauen für das Jahreseinkommen 2009 ihrer männlichen Kollegen de facto bis heute arbeiten mussten, um dasselbe Gehalt zu bekommen, also um dreieinhalb Monate mehr.

Lippenbekenntnisse und ‚freiwillige‘ Maßnahmen bringen uns nach bisheriger Erfahrung nicht ans Ziel, das muss allen klar sein.

Auch für die Maßnahmen gibt es bereits brauchbare Ideen und auch schon Vorbilder, wie es funktionieren kann (Quotenregelungen, transparente Gehälter, Recht auf Kinderbetreuungsplatz u.v.m.).

Der mangelnde Umsetzungswille auf allen Entscheidungsebenen zeigt, dass das Thema eigentlich gar keine Priorität hat. Frauen werden diskriminiert – und keinen kümmert’s. Das ist bitter.

Die Forderungen, die immer wieder vorgebracht werden müssen und auf dringende Umsetzung warten, sind unter anderem die Transparenz bei Gehältern gesetzmäßig vorzuschreiben, verpflichtende Frauenförderungspläne, um den Anteil der Frauen in Führungspositionen deutlich zu heben und gesetzliche Mindestlöhne über alle Branchen hinweg.

Genau genommen ist das Thema (wie so viele) nur mehr lästig und ärgerlich – und trotzdem dürfen wir nicht müde werden, die tatsächliche Gleichstellung immer wieder ein zu fordern. Mein Apell (auch an mich selbst):
Tun und nicht nur drüber reden.

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