Allgemein

Armut und Reichtum

22. Februar 2010

Heute gibt es ein großes stell-Dich-ein in Salzburg. Österreich begeht den Auftakt des Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und gegen soziale Ausgrenzung. Es ist toll, wenn alle da sind. Und zu uns sprechen.

Bundesminister Hundsdorfer, der über Armut reden und Betroffene beteiligen will. Und das Taten wichtiger wären wir leere Versprechungen.
Fakt ist, dass 2/3 des Vermögens lediglich 10% Menschen in Österreich gehört. Das ging nicht von gestern auf heute – und ist auch ein Resultat von mangelnder politischen Entscheidungen, die eine faire Verteilung des Vermögens ermöglichen würde. Und liebe Sozialdemokratie, ihr seid in der Regierung, vergessen?

Dann Landeshauptfrau Burgstaller, die zu aller erst ihre Parteifreunde loben musste. Besonders imponiert ihr, dass sie die Mobilnummer von Hundsdorfer hat, und ihn jederzeit anrufen kann, damit sie gemeinsam Probleme lösen können. Bitte gebt diese Nummer allen Menschen, die in Armut leben! Wir brauchen keine gnädigen Einzellösungen. Unser ganzes System ist krank – und die Mobilnummer von Hundsdorfer wird es nicht besser machen.

Betroffene kamen auch zu Wort, und waren vermutlich die Einzigen, die sich an die Redezeiten hielten. Berechtigte Frage einer von Armut betroffenen Frau: „Wie sollen zwei Menschen im Monat mit € 700,- auskommen?“ Bitte um Antwort Herr Bundesminister!

Es ist vermutlich wichtig, auch „schicke Veranstaltungen“ für solche Themen zu machen, aber es darf nicht bei der Selbstbeweihräucherung und dem heiße Luft reden bleiben. Und unsere Zahlen zum Thema Armut in einem eigentlich reichen Land wie Österreich deuten auf genau das hin – heiße Luft statt Taten.

Soziale Absicherung ist ein Menschenrecht.

    Hinterlasse eine Nachricht