Gemeinderat

Bericht an den Gemeinderat – Olympia bleibt ein Sumpf

23. September 2009

Heute war der große Tag des Herrn Bürgermeister Schaden – sein versprochener Bericht zum Thema Olympiabewerbung 2014. Um sicher zu stellen, dass wir Antworten bekommen, hat die Bürgerliste am Freitag 59 Fragen an Schaden und alle Aufsichtsratmitglieder der Bewerbungsgesellschaft gestellt (nachzulesen unter www.buergerliste.at).

Wir wurden bitter enttäuscht. Der Bericht (den ich gerne weiterleite) beinhaltet:

1) Die Struktur der Bewerbung, die nicht wirklich neu ist:
Es gab die Salzburg Winterspiele 2014 GmbH mit Sitz in Salzburg, hier saßen Schaden, Preuner, Burgstaller, Haslauer und einige andere Funktionär/innen im Aufsichtsrat.
Die GmbH führte zwei Rechnungskreis – einen für öffentliche Gelder, und einen für Sponsorengelder, der nicht an die Öffentlichkeit soll „um die persönliche Späre von privaten Geldgebrn zu schützen. Dies hatten sich für ihre Sponsorleistungen ausbedungen, dass ihre BEiträge und Gegenleitungen nicht öffentlich diskutiert werden“. Das erklär mir bitte nochmals wer. Sponsoren geben Geld, um Werbung zu machen. Und jetzt auf einmal sollen sie geheim bleiben?
UND: als Sponsoren kursieren Namen wie Salzburg AG, Flughafen Salzburg – lauter staatsnahe Gesellschaften, die sehrwohl öffentliche Gelder verwalten.

Dann gab es den Olympia Förderverein (quasi 3.Rechnungskreis). Dieser ist rechtlich unabhängig, und wurde im Wissen der 2014 GmbH gegründet. Aber über Vorgänge waren dem Aufsichtsrat nicht gekannt, weil ja oranisatorisch und wirtschaftlich getrennt.
Sie wollen uns also weismachen, dass zwei Institutionen gemeinsam an einer Olympiabewerbung arbeiten, aber dann nichts genaues voneinander wissen?

Zum Darlehen gibt Schaden und dann auch Preuner bekannt, der Automobilhersteller (Sponsor) hatte an die falsche Gesellschaft ihr Geld überwiesen (Förderverein). Preuner: „Das kann kann ja mal passieren“. Dann musste der Förderverein das an den Automobilhersteller zurück überweisen, hatte das Geld aber mittlerweile schon ausgegeben, und musst daher ein „Darlehen“ nehmen – von der 2014 GmbH. Dann konnte der Automobilhersteller die 300.000 Euro an die richtige Adresse schicken – der 2014 GmbH. Munteres Karusell und letztendlich konnte der Förderverein seine Schulden nicht mehr gänzlich retour bezahlen. Alles klar?

Fazit: Nichts Neues, keine Antworten auf unsere Fragen, wir werden weiterhin lästig bleiben müssen. Schnelle Aufklärung ist offensichtlich nicht erwünscht. Der als dringlich eingereichte Antrag auf einen Untersuchungsausschuss wurde mit den Stimmen von ÖVP/SPÖ ABGELEHNT. Also landet der Antrag im normalen Lauf und kann auch einfach liegen gelassen werden. Soviel zum Thema „wir tun alles, um aufzuklären“.

    Hinterlasse eine Nachricht